Nächste Ausstellung

powered_by.png, 1 kB

Startseite arrow News arrow Neues aus der Philatelie arrow Philatelistische News Oktober
Philatelistische News Oktober Drucken
Sonntag, 20. November 2011

01.11.: Die Internationale Briefmarken-Börse Sindelfingen 2011 bleibt ein deutschland- und europaweite Top-Ereignis der Briefmarkensammler. Davon zeigte sich Projektleiter Jan Billion - der auch Herausgeber der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) ist - überzeugt. Die Mischung aus populären und hochwertigen Elementen sowie umfassender persönlicher Beratung durch die Vereine und Verbände sei wieder bestens beim Publikum angekommen. Der Fachhandel, die Postverwaltungen und die Verlage aus dem In- und Ausland zeigten sich am Ende der dreitägigen Veranstaltung mit den erzielten Umsätzen überwiegend zufrieden bis sehr zufrieden. Das Vorziehen der Veranstaltungsfolge um einen Tag auf den Turnus Donnerstag bis Sonnabend habe sich insgesamt bewährt und werde deshalb auch im kommenden Jahr bei Briefmarken-Börse Nummer 30 beibehalten. Es gab einen erstmals in Deutschland ausgerichteten multinationalen Neuheitenwettbewerb mit 167 Exponaten aus vier Ländern. Die Aussteller waren sehr kreativ, um Juroren und Publikum mit Einfällen zu beeindrucken, die deutlich von den alten Regularien abweichen und wurden dafür mit Geldpreisen belohnt. Sieger wurde der Saarbrücker Günter Litwinschuh mit seinem Exponat "Mailart". Stark zeigten sich die Schweizer Teilnehmer, die Rang 2 bis 5 belegen. Bei der Deutschen Post wurden die Sonderstempel "125 Jahre Automobil" und der zum Neuheitenwettbewerb am meisten eingesetzt. Die Sammler fragten nicht nur nach Sondermarken, sondern immer wieder auch nach den Dauerwerten der Serie "Blumen". Der Jugendbereich stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Indianer. Die speziell für jugendliche Sammler ausgerichtete Ausstellung Grande JUPEX AMERICA-NA hatte deutschlandweit Resonanz bei Ausstellern und Fachpresse. Die Jurybewertungen waren so gut, daß 18 der 19 auf Rang 1 gezeigten Exponate die Berechtigung für internationale Ausstellungen erhielten. Hochwertige Philatelie zeigte sich besonders in der postgeschichtlichen Ausstellung mit Teilnehmern aus sechs verschiedenen europäischen Ländern, sondern auch im dazugehörenden Symposium und im Forum, wo einer der Referenten sogar aus Haifa (Israel) kam. Die Postgeschichte soll im kommenden Jahr mit zusätzlichen Exponaten italienischer Sammler ausgeweitet werden. Außerdem ist eine neue Wettbewerbsklasse für moderne Postgeschichte geplant. Das erstmals ohne Eintrittsgebühr offene Symposium war entsprechend gut besucht und wird auf CD und in den DASV-Rundbriefen dokumentiert. Der erstmals verliehene Rauhut-Literaturpreis für besonders gute Rundbriefe ging an die Arbeitsgemeinschaft "Bayern (klassisch)". Er ist mit 1500 Euro dotiert. Den Vize-Rang belegt die Motivgruppe Musik. Der Termin der kommenden Internationalen Briefmarken-Börse Sindelfingen steht bereits fest: 25. bis 27. Oktober 2012.

01.11.: Erst nach dem Ausgabetag 13. Oktober - gleichzeitig Ersttag der eingedruckten Marke - meldete die Deutsche Post die Herausgabe einer neuen Blankoganzsache "Deutsche Erfindungen", die kleineren Verbänden oder Vereinen die Möglichkeit gibt, diese nach eigenen Entwürfen gestalten zu lassen. Eingedruckt ist der 55-Cent-Wert "Technik" aus der Serie "In Deutschland zu Hause - Einfallsreichtum" vom 13. Oktober. Die Herstellung erfolgte im Mehrfarben-Offsetdruck der Fa. Deutscher Philatelie-Service GmbH, Wermsdorf. Die Blankoganzsache ist nur in Verpackungseinheiten à 100 Stück erhältlich. Der Preis beträgt 65 Euro.

01.11.: Wie die Deutsche Post AG heute bekannt gab, verschiebt sich ein Ausgabetag im Jahre 2012. Demnach erscheinen die Juni-Neuheiten nicht am 7., sondern am 14. des Monats. Welche Neuheiten an welchen Tagen herauskommen, steht allerdings immer noch nicht fest. Dem Vernehmen nach will das BMF das Ausgabeprogramm 2012 mit Ausgabedaten erst im November veröffentlichen!

01.11.: Philatelie vom Feinsten bietet die 49. AIX-PHILA-Auktion am 25. und 26. November in Aachen: Die wohl bekanntesten altdeutschen Marken, der schwarze Bayern-Einser sowie der Sachsen-Dreier in der seltenen braunroten Variante, kommen in jeweils bester Qualität zu Schätzpreisen von 700 bzw. 4000 Euro unter den Hammer. Aber auch weniger bekannte Marken aus dieser Zeit, z.B. aus Bremen, suchen ihre Liebhaber. Kaum jemals in einer solchen Fülle angeboten präsentieren sich die sogenannten "Futschau-" und "Tsingtau"-Provisorien aus der Zeit des chinesischen Boxeraufstandes, Marken zu 10 Pfennig, die mit "5 Pf." überdruckt wurden. Das spektakulärste Stück dabei ist ein senkrechtes Typenpaar aus Kiautschou, von welchem vielleicht gerade noch ein Dutzend weltweit existieren dürfte Sehr reichhaltig und qualitativ hervorragend ist das Angebot von Zusammendrucken und Markenheftchen des Deutschen Reiches, ebenso von Danzig, Memel und der Sowjetischen Besatzungszone. Nachkriegsdeutschland ist mit allem, was Rang und Namen hat (Posthornsätze, Währungsblocks usw.), wie üblich gut vertreten. Grönland schickt eine Reihe seltener Paketpotomarken ins Rennen, die Schweiz u.a. eine "Basler Taube". Vor den Briefmarken werden Münzen mit einer großen Menge an Gold und Silber versteigert. Den traditionellen Höhepunkt der Auktion bilden mehr als 2000 Sammlungen, Posten und ganze Nachlässe mit Schätzpreisen, die bei 10 Euro beginnen und so auch manchem Sammler mit kleinem Geldbeutel große Chancen eröffnen. Zahlreiche Ländersammlungen starten allerdings erst im vierstelligen Bereich, eine Spezialsammlung Danzig gar erst bei 10 000 Euro. Das bemerkenswerteste Objekt, eine sechsbändige, mit etlichen Besonderheiten und Briefen gespickte Kollektion "Deutsche Lokalausgaben", startet mit 20 000 Euro. Eine Fülle Motivsammlungen - u. a. "Sport" in 80 Steckbüchern für 10 000 Euro - beschließt diese an unberührten Objekten dieses Mal besonders reich.

01.11.: Ungeachtet der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten wurden bei der Heinrich-Köhler-Auktion Ende September in Wiesbaden Spitzenpreise für seltene Briefmarken und Briefmarkensammlungen verzeichnet. Dabei zeigte sich einmal mehr, daß sich Briefmarken und postgeschichtliche Philatelie weiterhin starker Nachfrage auch in Zeiten der Weltfinanzkrise erfreuen. Der höchste Zuschlag der Auktion ging mit 180 000 Euro an einen Brief vom Erstausgabetag 1. Juli 1850 des "Sachsen Dreiers"! Sächsische Destinationen stark nachgefragt Weitere herausragende Ergebnisse wurden auffällig häufig bei vollständig belassenen Sammlungen erzielt. So wurde eine Kollektion "Königreich Bayern" von 25 000 Euro Startpreis auf 125 000 Euro gesteigert; eine Sammlung "Königreich Sachsen" von 30 000 Euro auf 90 000 Euro. Eine Sammlung "Briefmarken und Briefe der Altdeutschen Staaten" kletterte von 100 000 auf 135 000 Euro. Herausragende Ergebnisse verbuchten auch Briefe aus dem Königreich Sachsen adressiert in die ganze Welt. Zumeist Sammler aus Fernost und Amerika ersteigerten die seltenen Belege nach China, Java, Uruguay und Peru. Eine Fünf-Farben-Frankatur der Ausgabe Johann 1855 nach Canton in China gelaufen realisierte 42 840 Euro (inkl. Aufgeld). Eine Kombinationsfrankatur mit Wappenausgabe 1863 und englischer 1-Schilling-Marke über Alexandrien nach Shanghai gelaufen lag im Ergebnis über 38 000 Euro (inkl. Aufgeld). Von 3000 auf 21 000 Euro zog eine 17 Neugroschen-Johann-Frakatur nach Uruguay, einer der seltensten Auslandsbriefe dieser Ausgabe. Bemerkenswert auch etliche Lose aus dem Hauptkatalog, z.B. eine Marke des Deutschen Reiches von 1932 mit dem Werteindruck "Rdf" statt "Rpf" (Reichspfennig). Es handelt sich um eine der seltensten Abarten des Deutschen Reiches, von der kaum Einheiten bkannt sind. Dieses Stück war einem Liebhaber stolze 20 825 Euro (inkl. Aufgeld) wert. Insgesamt wurde ein Ergebnis von fast 5 Millionen Euro (Auktionszuschlag plus Aufgeld, ohne Mehrwertsteuer) erzielt. Geschäftsführer Dieter Michelson erklärte das überaus erfreuliche Auktionsergebnis auch mit den Ereignissen an den Finanzmärkten der letzten Monate. Nachdem zahlreiche Anleger mit komplex strukturierten Kapitalanlagen erhebliche Verluste erlitten haben, wenden sie sich nun wieder Sachwerten mit zusätzlichen emotionalen Werten zu. Die Furcht vor zukünftiger Inflation im Euro-Raum verstärkt den Trend zur "Philatelie als konservatives Anlageobjekt mit Spaß-Faktor".

01.11.: Das Auktionshaus Felzmann versteigerte im Rahmen seiner 134. Internationalen Auktion vom 8. bis 12. November 2011 außergewöhnliche Objekte der Zeppelin- und Flugpost. Die am 10. November stattfindende Spezial-Auktion zog das Interesse vieler Sammler aus dem In- und Ausland auf sich. Direkt im Anschluß folgte eine weitere Sonderauktion, auf der über 1000 Lose mit italienischem Material im Blickpunkt standen. Die Aerophilatelie, vor allem die Historie der Zeppeline und ihre legendären Fahrten, ist heute noch ein spannendes Forschungs- und Sammelfeld. Dabei zählt die Polarfahrt 1931 zu den wichtigsten Fahrten überhaupt. Das liegt nicht nur an den zum großen Teil ästhetisch sehr ansprechenden Belegen. Es sind unter anderem die verschiedenen Auflieferungs-, Ankunfts- und Bordpoststempel, die der Fahrt in der Postgeschichte eine ganz besondere Bedeutung geben. Die hohe Bedeutung kannte auch John Duggan, der ein begeisterter Sammler war und nicht nur den Wert sah, sondern auch mit viel Liebe und großer Fachkenntnis seiner Leidenschaft nachging. Er gründete die Zeppelin Study Group und leitete diese bis zu seinem Tod. Er widmete sich der Zeppelin-Forschung, verfaßte umfangreiche Schriften und galt international als einer der wichtigsten Zeppelin-Experten. Seine Sammlung an Zeppelinpost wuchs über die Jahre immer mehr, und die Sammlerwelt kann froh darüber sein, da John Duggan seine Begeisterung zur Philatelie an seinen Sohn Michael weitergab. Michael Duggan führte die Forschungssammlung weiter und komplettierte sie. Die Schwerpunkte der Sammlung liegen bei der Polarfahrt 1931, aber auch die Nordlandfahrt spiegelt sich in ansprechenden Objekten wider. Außerdem waren John und Michael Duggan sehr interessiert an Zuleitungen von Afghanistan bis Vatikan. Die Anzahl der philatelistischen Besonderheiten war derart groß, daß sich das Auktionshaus Felzmann schnell entschloß, eine Spezial-Auktion zu veranstalten und einen Sonderkatalog aufzulegen. Doch nicht nur die "Forschungssammlung John und Michael Duggan" wirde auf der 134. Felzmann-Auktion aufgelöst. Auch Positionen aus vier weiteren Ausstellungssammlungen zählten zu den Schwerpunkten des Zeppelin-Spezial-Angebotes, das mehr als 1700 Positionen umfaßte. Es sind vor allem Zeppelinbelege aus den Jahren 1930 bis 1933. Außerordentlich groß ist die Auswahl an Briefen, die zur Südamerika-, Polar- und Chicagofahrt befördert wurden.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Januar 2012 )
 
< zurück   weiter >
© 2017 Philatelistenverein Rätia Chur
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.